Örtliche Betäubung

Die örtliche Betäubung, sog. Lokalanästhesie ist sinnvoll für Operationen kleineren Ausmaßes bzw. für Eingriffe an der Körperoberfläche wie bei Entfernung von Hauttumoren oder bei einer Haartransplantation. Am jeweiligen Eingriffsort wird gezielt eine bestimmte Menge örtliches Betäubung in die Haut eingebracht und damit in diesem Areal Schmerzfreiheit erzielt. Zusätzlich kann ein Beruhigungsmittel, über eine zur Sicherheit und Kreislaufstabilisierung angelegte Infusion, verabreicht werden.

Sonderformen der Lokalanästhesie sind die Leitungsanästhesie und die Periduralanästhesie, bei denen bestimmte Nerven durch ein gezielte Injektion von Schmerzmitteln blockiert werden sowie die Tumeszenz-Lokalanästhesie, bei der mit einer speziellen Lösung auch über größere Körperbereiche weitgehende Schmerzfreiheit erzielt wird. Letzteres Verfahren wird vor allem bei der Fettabsaugung und in der Venenchirurgie eingesetzt.