Bauchstraffung – Abdominoplastik
Die Bauchdeckenstraffung ist dann sinnvoll, wenn nach starker Gewichtsabnahme oder einer Schwangerschaft eine Bauchdeckenschwäche vorliegt bzw. der Hautmantel zu groß geworden ist, sich nicht mehr zurückbildet und die Chance, die Gewebsstraffung durch eine Fettabsaugung zu erzielen, zu gering ist. Die Bauchdeckenstraffung kann je nach Ausprägung als Miniabdominoplastik, endoskopische Abdominoplastik, klassische Abdominoplastik allein oder in Kombination mit einer Fettabsaugung oder Bruststraffung durchgeführt werden.
Damit nach einer klassischen Bauchdeckenstraffung die spätere Narbe kaum sichtbar ist, liegt der Schnitt in die Schamhaargrenze und läuft zu den Seiten hin bogenförmig bis an die Hüftknochen. Selten ist eine Straffung nach oben sinnvoll. Bevor die Bauchdecke nach unten gezogen und überschüssiges Haut- und Fettgewebe samt unliebsamen Schwangerschaftsstreifen entfernt werden, muss häufig der Bauchnabel aus der Bauchhaut herausgelöst und anschließend wieder an seiner neuen Position fixiert werden. Dies bietet die Möglichkeit zur Nabelkorrektur. Danach wird die gestraffte Haut in mehreren Schichten säuberlich vernäht, um eine möglichst glatte, gut verheilende Nahtstelle und später eine unauffällige Narbe zu gewährleisten.
Weitere Informationen zur Behandlung
OP-Vorbereitung: Rechtzeitige und ausführliche ärztliche Beratung und Risikoaufklärung. Die Operationsvorbereitung – Ganzkörperuntersuchung, Blutabnahme, EKG – für jede Operation kann in unserem Hause durchgeführt werden.
OP-Dauer: 2-4 Stunden
Narkose: In der Regel in Vollnarkose
Klinikaufenthalt: 2-5 Tage in Belegklinik
Arbeitsunfähigkeit: 1-2 Wochen; körperliche Schwerarbeit nach 3 Monaten
Gsellschaftsfähigkeit: Nach 3 Tagen
Sport: Nach 2 Wochen vorsichtiges Radfahren und Schwimmen, Joggen nach 4 Wochen, Krafttraining nach 2-3 Monaten
Sonne und Solarium: Nach 4 Wochen, Narbe abdecken für 6 Monate
Sauna: Nach 4 Wochen
Nachbehandlung: Kompressionsmieder für 4-6 Wochen, Aufstehen noch am OP-Tag, Lymphdrainage, Narbenpflege, Antibiotika
Haltbarkeit: Jahre
Mögliche spezielle Risiken: Nachblutung, Serom, Wundheilungsstörung, Gewebsnekrose, Nabeldeformierung, unregelmäßige Narbe, wulstige Narbe
Kostenübernahme durch Krankenkassen: Selten bei Bauchwandschäche, nach massiver Gewichtsabnahme, Entzündungen in der Hautfalte