Fettabsaugung – Liposuktion

Das Fettabsaugen als einer der häufigsten Eingriffe der ästhetisch-plastischen Chirurgie ist geeignet umschriebene ungeliebte Fettpolster dauerhaft zu entfernen, gerade wenn sich diese nicht durch ausgewogene Ernährung und Sport beeinflussen lassen oder immer wieder kommen. Bei Frauen wird Fettabsaugeb vor allem gegen die hartnäckigen Fettdepots an der Außenseite der Oberschenkel, sog. Reithosen, den Knieinnenseiten, Hüften, Unterbauch und Oberarmen eingesetzt, bei Männern gegen die Problemzonen an Unterbauch, Hüfte, Kinn und Brust, sog. Gynäkomastie. Medizinisch sinnvolle Indikationen für das Fettabsaugen können sich bei Lipomen, einer Lipomatosis, einem Lipödem oder Lipolymphödem ergeben.

Beim Fettabsaugen werden sowohl oberflächliche als auch tiefer liegende Fettpolster an den zuvor mit Ihnen besprochenen Körperregionen abgesaugt. Die Wahl der Absaugtechnik – konventionell oder unterstützt durch Vibration, Ultraschall, Laser, Strom – hängt überwiegend vom Gewebetyp ab. Kleinere Depots werden schmerzarm in örtlicher Betäubung – sog. Tumeszenz-Lokalanästhesie, größere in Dämmerschlaf oder Narkose durchgeführt. In ausgesuchten Fällen kommt die sog. „Fett-weg-Spritze“ zum Einsatz.

Weitere Informationen zur Behandlung

OP-Vorbereitung: Rechtzeitige und ausführliche ärztliche Beratung und Risikoaufklärung. Ganzkörperuntersuchung, Gewichtskontrolle, Körperumfänge, Body-Mass-Index (BMI), Blutwerte, EKG
OP-Dauer: 2-3 Stunden
Narkose: Örtliche Betäubung, Dämmerschlaf, Vollnarkose
Klinikaufenthalt: Ambulant bis 2 Tage stationär in Belegklinik

Arbeitsunfähigkeit: 1-4 Tage
Gsellschaftsfähigkeit: Nach 1-4 Tagen
Sport: Nach 1 Woche
Sonne und Solarium: Nach Verschwinden eventueller Blutergüsse
Sauna: Nach 4 Wochen

Nachbehandlung: Kompressionsmieder 1-6 Wochen – abhängig von Körperregion und Gewebequalität, Tapeverband, Lymphdrainage, Bindegewebsmassage, Vacuumtherapie, Magnetfeldtherapie, evtl. Antibiotika, Heparingel
Haltbarkeit: Jahre - Jahrzehnte
Mögliche spezielle Risiken: Blaue Flecken, Lymphabflussstörung, vorübergehendes Taubheitsgefühl, sehr selten Thrombose oder Lungenembolie, Seitenunterschiede, Übersaugung mit Dellenbildung
Kostenübernahme durch Krankenkassen: Selten; bei medizinischer Indikation