Übermäßiges Schwitzen – Hyperhidrose

Das auf umschriebene Hautbereiche wie Achselhöhlen, Hände und Füße begrenzte übermäßige Schwitzen, sog. fokale Hyperhidrose, wird bislang vielfach noch mit Medikamenten (Anticholinergika), örtlicher Anwendung von Aluminiumchlorid oder der sog. Jontophorese behandelt. Neuerdings ist das Einspritzen von Botulinumtoxin A, unter den Handelsnamen Botox und Dysport bekannt, in die betreffenden Hautareale das Mittel der Wahl. Binnen weniger Tage blockieren Botox und Dysport für durchschnittlich 6 Monate wirkungsvoll die Übertragung von Nervenimpulsen zu den kleinen Muskeln, die das Entleeren der Schweißdrüsen bewirken. Damit lassen sich gerade die Sommermonate gut ohne die lästigen, sichtbaren Schwitzränder an der Kleidung überbrücken.

Alternativ zur Botoxbehandlung können Langzeitergebnisse bei verstärkter Schweißbildung vor allem an den Achselhöhlen mit folgenden Operationen erzielt werden: Ausschaben (Kürettieren), Absaugen der Schweißdrüsen (Schweißdrüsensuktion), Herausschneiden der Schweißdrüsen (Exzision), selten Nervendurchtrennung (Sympathektomie).

Weitere Informationen zur Behandlung

OP-Vorbereitung: Rechtzeitige, ausführliche, ärztliche Beratung und Risikoaufklärung Keine Voruntersuchungen bei Behandlung mit Botox oder Dysport Bei generalisierter Hyperhidrose internistische Untersuchung nach eventueller Grunderkrankung. Bei Operationen: Ganzkörperuntersuchung, Blutabnahme, EKG
OP-Dauer: 45-90 Minuten
Narkose: Bei Botox evtl. Oberflächenanästhesie. Bei Operationen: örtliche Betäubung, Dämmerschlaf oder selten Narkose.
Klinikaufenthalt: Meist ambulant

Arbeitsunfähigkeit: 0-7 Tage
Gsellschaftsfähigkeit: Bei Botox: Sofort, Bei Operationen: Nach 1-2 Tagen.
Sport: Bei Operation: Ohne Einschränkung nach 4 Wochen
Sonne und Solarium: Bei OP: Nach 4 Wochen
Sauna: Bei OP: Nach 4 Wochen

Nachbehandlung: Bei OP: Kompressionsverband für 1 Woche, selten Fadenentfernung, Lymphdrainage
Haltbarkeit: Bezüglich entfernter Schweißdrüsen: gute bis sehr guter Erfolg
Mögliche spezielle Risiken: Bluterguss, unschöne Narbenbildung, Wundheilungsstörung im Achselbereich
Kostenübernahme durch Krankenkassen: Eventuell bei ungenügendem Erfolg vorangegangener oberflächlicher Behandlungen